Autor Thema: Biedron Wobbler Testtag 1  (Gelesen 5268 mal)

Offline Luke

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Biedron Wobbler Testtag 1
« am: 17 Januar 2010, 20:29:57 »
Bericht zum Tag1


Wobbler liegen auf der Post, bereit zum abholen.
Im Auto dann die erste Begutachtung.


Die Verpackung des ersten Wobblers:
Der geteilte „The Original“ kommt im Blister und sieht ganz gut aus.
Die Verarbeitung ist sauber und gut.
Keine Lackreste oder sonstiges Material in den Ösen, wie man bei vielen anderen Fabrikaten durchaus erleben musste.
Als Angaben zum Wobbler fehlt mir jedoch z.B. die Bezeichnung, ein Schriftzug „The Original“ hätte da gereicht.
Und zum anderen fehlt mir auch eine Gewichtsangabe.
Nicht jeder hat eine Rute die 40gr (bei der 15cm Version) verträgt.
Sofort sichtbar auf der Vorderseite steht Floating, also schwimmend.
Stellt sich sofort die Frage: „Wie bekommt man den ohne Tauchschaufel auf Tiefe ?
Die Rückseite der Verpackung gibt Aufschluss darüber.
Je nachdem in welche der 3 Einhängeösen man den Snap einhängt läuft der Wobbler unterschiedlich tief.
Der Hersteller geht also davon aus das die Maulform des Wobblers reicht um ihn auf Tiefe zu bringen.
Dem ist natürlich auch so.
Angegeben sind von der obersten Öse beginnend 0 - 1m, 1-2m und 3-4m.
Da man das in der Praxis nicht 100% überprüfen kann bleibt nur die Feststellung,
es scheint hin zu kommen und gilt auch mit geringen Unterschieden für die anderen Wobbler im Test.
Dafür muss aber stetig Zug auf der Leine sein.
Denn schwimmend heißt auch schwimmend, bedeutet das der Köder aufsteigt wie ein Uboot im Notaufstieg.
Nach den ersten zwei, drei Versuchen bzgl. des Laufverhaltens im Wasser vor den Füßen,
scheint er nicht gerade der agilste zu sein.
Aber das bekommt man mit etwas mehr Übung bestimmt hin.
Aber für den Anfang soll seine Eigenaktion, die nicht mal so schlecht ist, ausreichen.
Leider bringen die ersten paar Würfe, trotz eingestellter Maximaltiefe keinen Erfolg.
Aber das muss ja nicht unbedingt am Köder liegen.
Es ist vielleicht nicht die beste Zeit im Winter mit Wobbler in einer Tiefe von max. 4m zu agieren,
wenn die Fische auf 7 oder mehr Metern wie angewurzelt am Grund stehen.

Aber es soll ja auch nur ein grundsätzlicher erster Test sein.
Also kommt der nächste Wobbler zum Einsatz.

„Dirty Harry“ als Red Pirat.
Um Himmels willen dachte ich, die Farbe als Schockfarbe jetzt im Winter.
Entweder der Bringer oder der Verlierer.
Dazwischen gibt’s wohl nichts.

Zunächst erscheint die Verpackung in Form eines Pappkästchens in einer Plastikbox hochwertig.
Da sie relativ stabil und wieder verschließbar ist,
kann sie zur Not auch als vorläufige Aufbewahungsbox dienen.

Aber auf den zweiten Blick enttäuschte sie jedoch vollständig.
Um es vorweg zu nehmen, viele Käufer (wie ich auch) können Englisch.
Aber eben nicht alle.
Somit sollte ein Produkt für den deutschen Markt auch mit gut lesbarer deutscher Beschreibung
versehen sein.
Beim „The Original“ befanden sich nur 3 Schaubilder bzgl. der Einhängeösen und Lauftiefe auf der Packung.
Beim „Dirty Harry“ wollte man edleres Gefühl vermitteln und nutze Gold/Silber metallic als Grundfarbe .
Das hat zur Folge das man nur die groß gehaltene englische Beschreibung auf der Seite richtig gut lesen kann.
Der viel kleinere deutsche Text befindet sich auf der Rückseite neben einer auch nicht ganz so gut erkennbaren Grafik zu den Einhängeösen und der damit erreichbaren Lauftiefe.
In Kunstlicht oder bei direkter Sonneneinstrahlung spiegelt es dermaßen das es kaum lesbar ist.

Aber das betrifft wohl eher die Verkäufer, wenn Kunden die Produkte wieder ins Regal legen weil nicht genug oder nur schwer lesbare Informationen dazu führen das zum Konkurrenzprodukt gegriffen wird.

Auch was sich hinter dem Begriff „SLOMO concept“ verbirgt bleibt nicht nur dem deutschen Angleranfänger verborgen.

Aber jetzt zum praktischen Teil.
Ich werfe den 12cm „Dirty Harry“ mit 34g Gewicht nach den üblichen zwei drei Schwimmversuchen vor den Füßen zum ersten Mal raus.
Auch hier fehlte mir eine Angabe auf der Packung.
Es handelt sich auch hier um einen schwimmenden Wobbler mit starker Auftriebskraft.
Vor dem Kauf ist so eine Angabe bestimmt sinnvoll, zumal die aktuellen Ausgaben sinken.
Flugeigenschaften sind echt klasse und ein wenig besser als mit dem 40g schweren „The Original“, wie es für einen Einteiler mit dem Gewicht aber zu erwarten ist.
Bzgl. der möglichen Aktionen bedarf es auch hier ein wenig mehr Übung mit dem Wobbler.
Aber das „SLOMO concept“ soll ja auch auch funktionieren.

Das spüren in der Rute, das wir während es Einholens von vielen anderen Wobblern kennen
ist wohl bei allen Biedron Wobblern nicht so stark ausgeprägt.
Dennoch bewegt sich der Wobbler recht geschmeidig durchs Wasser.
Aber damit allein schien es an diesem Tag nicht zu reichen.
So wurde meine Führung etwas aggressiver.
Wenn schon Reizfarbe, dann sollte das Verhalten auch dazu passen.
Und bereits beim zweiten Wurf mit sehr lebhafter Köderführung passierte es dann.
TOCK und sofort kräftiger Zug auf der Rolle.
Wie es sich an fühlte, war es zwar kein Riese aber auch keine kleiner.
Die Kraft die der Fisch aufwendete und auch die Art der Flucht ließ evtl. auf einen Rapfen aber wohl eher auf einen Hecht schließen.
Zander sollte es aufgrund der Köderführung, angebotener Tiefe und fehlender Kopfstöße etc. nicht sein, Rapfen wohl auch nicht, passte einfach nicht.
Kurz gesagt ich lag richtig mit Hecht.
Nach kurzen aber sehr heftigen Fluchten ergab sich der Hecht seinem Schicksal als Opfer eines Biedron Wobblers.
„Dirty Harry“ hat an diesem Tag, an diesem Gewässer schon mal funktioniert.
Bin mal gespannt wie das wird wenn er zur perfekten Jahreszeit und in der perfekten Tiefe angeboten wird.
Achja, was bestimmt jeder wissen möchte, wie groß war er denn jetzt ?
Wie schon erwähnt war es kein Riese, aber 67cm sind für einen Wintertag und nicht optimalen Bedingungen mehr als schön und sicher über jedem Schonmaß in Deutschland, oder ?
Also gleich ordentlich versorgt, Betäubung, Stich, messen erübrigte sich ja und dann gesäubert fürs Foto.

Leider war die Zeit etwas begrenzt und so konnte ich den dritten Wobbler, einen „Belly Dancer“ in der Farbe Iceman nicht weiter testen.

Aber das, genauso wie weitere eingehendere Tests mit den oben bereits erwähnten Wobblern werden noch kommen.
Und dann hoffentlich mit mehr Inhalt zum Fang und weniger Theorie zu den Produkten.

Das soll es für den Tag 1 bzw. den ersten zwei Stunden mit den Biedron Wobblern gewesen sein.
Es ist sicher auch bei Biedron Wobblern nicht die Regel in so kurzer Zeit gleich Erfolg zu haben.
Bin schon gespannt wie es weiter geht.

Und ein Foto gibt es selbstverständlich auch.
Grüße
Luke
Mein Echo Equipment: Lowrance HDS 7 Gen2 Touch,Gen3, Elite 7 Chirp, Motorguide Xi5, Humminbird ASGRHA, Raymarine Dragonfly-5Pro, ReefMaster,Dr Depth

Offline Luke

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Antw:Biedron Wobbler Testtag 1
« Antwort #1 am: 22 März 2010, 13:37:39 »
Wie der Dirty Harry unter UV Licht aussieht könnt ihr hier sehen.


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