Mein alter Bleigel-Akku hat nach Jahren guten Dienstes nun kaum noch Kapazität für 6 h Angeln mit meinem HDS-7 (neueres Modell) am Stück. Ich musste schon die Helligkeit reduzieren. Ein Grund für einen neuen!
Dabei habe ich mich mit Lithiumionen- und LiFePO4 Akkus beschäftigt und möchte die für mich gewonnenen Ergebnisse mitteilen.
Begonnen habe ich mit einem Lithiumionen-Akku. Gewählt wurden 20 Ah Kapazität. Der braucht ein spezielles Ladegerät mit 5 A und hält locker > 8 h am Stück, selbst bei voller Displaybeleuchtung. Das Nachladen benötigte wenige h, deutlich kürzer als bei Bleigel-Akkus. Diese Erfahrungen sind sicherlich für viele Nutzer nicht neu, da Echolotverkäufer bereits seit Jahren solche Akkus zu hohen Preisen empfehlen & anbieten. Über die Preise reden wir noch, aber mir fiel auf, dass auch diese Akkus vom Händler meist hinsichtlich der Nennkapazität sehr limitiert ausgestattet sind.
Dann habe ich einen LiFePO4 Akku mit 25 Ah beschafft, auch wieder mit extra Ladegerät (10 A, mit Lüfter, muss explizit für den genannten Akkustyp sein, da höhere Ladespannung). Zum einen sollen diese Akkus sicherer gegen spontane Selbstentzündung sein, was ich natürlich nicht testen konnte. Glauben wir das mal! Andererseits sind Ladespannung und dadurch erzielbare Spannung im Akku höher als bei Lithiumionen-Akku oder Bleigel-Akku. Das hat Vorteile, denn das HDS kann idealerweise Spannung bis 13,8 V ab (Grenzwert soll sogar 17 V sein – bitte nicht testen) und fährt andererseits je nach Produkt erst bei 10 bis 10,8 V runter (bei mir waren es 10,8 V). Das bedeutet, dass solche Akkus die verfügbare Kapazität offenbar noch besser ausnutzen können. Das ist meine Meinung, aber ich bin kein Elektrofachmann. Beim Testen habe ich das Teil 14 h am Stück mit maximaler Bildschirmhelligkeit laufen lassen. Am Ende konnte ich noch 12,4 V messen, also wäre der Akku noch viele Stunden weitergelaufen. Das Wiederaufladen dauerte 2 h, dann schaltet sich das Ladegerät automatisch ab. Auch wenn mir noch Erfahrungen für die Langzeitnutzung fehlen, dürfte meine Wahl in Zukunft klar sein!
Noch etwas Wichtiges zu den Preisen und zur Produktqualität. Hierzulande kriegt man solche Akkus eher für > 100 bis > 250 €. Meiner in der Größe eines Motorradakkus hat knapp über 70 € bei Al...press gekostet. Sicherlich ist das immer ein Risiko. Aber was kann man bei 70 € falsch machen, sollte der Akku wenigstens 2-3 Jahre seinen Dienst tun. Ich halte jedenfalls von diesem blinden Markenvertrauen gar nichts, denn der Laie kann sowieso nicht einschätzen, was da genau wo für wen und zu welchen Kosten produziert wird, und gerade die "Akkumusik" spielt derzeit bekanntlich in Asien/China.
Man muss bei den genannten Akkustypen, insbesonder Lithiumionenakku, nur aufpassen, dass man keine Angebote kauft, die hohe Kapazität mit geringer Gehäusegröße/geringem Gewicht kombinieren. Da stimmt meist etwas nicht – also die Abmaße/Gewicht mit prüfen! Akkus, halb so große wie ein Motorrad-Akku (bei meinem LiFePO4 mit 12 V, 25 Ah, 320 Wh, sind das ca. 18 x 17 x 8 cm, 2,25 kg Gewicht), mit angegebenen 60 bis 150 Ah bei 1 kg Gewicht haben in Wirklichkeit eher 20 Ah oder weniger.
Bei den Akkus (beide Typen) ist BMS-Elektronik verbaut. Ein BMS (Batteriemanagementsystem) ist die elektronische Steuerungseinheit in modernen Akkus, die lt. Google die Zellen überwacht, schützt, gleicht (Balancing) und die Leistungsfähigkeit optimiert. Es verhindert Überladung, Tiefentladung, Überhitzung und zu hohe Ströme, um die Lebensdauer und Sicherheit zu gewährleisten. Dieser technische Schutz für den Akku ist ein Plus und kann selbst einen billigen Akku aufwerten.
Aber all das sind nur meine Erfahrungen. Vielleicht finden sich Nutzer, die ergänzen oder kritisieren wollen.