Autor Thema: Zurück aus Norwegen  (Gelesen 8337 mal)

Offline fjordfischer

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Zurück aus Norwegen
« am: 31 Oktober 2015, 12:36:37 »
Zurück aus Norwegen



Tja Leute nach fast 14 Tagen mal ein kurzer Bericht.
Wir fahren seit > 15 Jahren als Truppe immer im Oktober ins selbe Revier südlich von Bergen,
weil die Fische dann eine Nummer größer ausfallen, als in den Vormonaten.
Man muss wegen des Wetters nicht vorher fahren und man muss auch nicht immer wieder
und überall in Norwegen nach geeigneten Plätzen suchen., Man lernt auch in einem relativ
begrenzten Gebiet nicht aus, es gibt jedes Jahr was Neues zu erkunden! Und überwiegend
bestehen auch im Oktober ruhige bzw. stabile Wetterlagen: In den Vorjahren hatten wir im
Regelfall 1 bis höchsten 3 Sturmtage, an denen nur sehr eingeschränktes Angeln möglich war.
Lediglich die Anzahl der Regentage kann schon mal die Hälfte der Anwesenheit ausmachen.

Das Wetter war in 2015 jedoch unglaublich. Nur Wind 0 bis 2, keinerlei Regen,
Höchsttemperaturen um 15 °C mit bis 23 °C in der Sonne (morgens nicht unter 5 °C).
Der Himmel erschien fast ausnahmslos ohne/mit wenigen Wolken, was nicht immer von Vorteil war.



Insgesamt wurden Leng



und Lump auf Tiefe in recht guter Stückzahl und Größe gefangen
(Leng max. 1,38 m, Lump 85 cm). Gute Dorsche und viele Pollack bis > 80 cm waren ebenso
begehrte Beute. Auf Seelachs waren wir nicht so angewiesen, es waren auch nur wenige gute
Fische zu fangen (gemeint sind Exemplare ab mind. 70 cm). In dieser Jahreszeit sind auch
große Makrelen in größerer Zahl zu fangen, also Fisch von > 40 bis > 50 cm Länge.
Absolut lecker für's Räuchern.



Absolutes Highlight war ein Conger mit 1,46 m Länge und 16,43 kg.
Ein Fisch dieser Art wurde vor Ort noch nie gefangen.



Insgesamt befanden sich 20 Arten im Fang.



Nun was zum Echolot. Natürlich war das Echo (HDS-7 Gen3) auch immer mit dabei und gerade
bei großer Tiefe und Drift bzw. im Uferbereich sehr hilfreich. Man kann wirklich teilweise sehr
begrenzte Bereiche gezielt beangeln. Dazu habe ich mir über die Jahre eine Karte des gesamten
Gebietes aus den frei verfügbaren Daten gemacht (ein sehr kleiner Ausschnitt siehe Bild) ergänzt
um eigene Logs, die in der Praxis sehr genau ausfällt und von allen Booten im Team genutzt werden
kann. Der Aufwand ist wegen der Abzeichnerei der Daten zeitlich sehr hoch, aber eine sinnvolle
Beschäftigung für die dunklen Wintermonate. Außerdem bleibt man hinsichtlich Technik der
Kartenerstellung "im Training". Sicher ein bisschen verrückt, aber es hat mich einfach gereizt und es
sieht m. E. besser aus als bei so mancher Kaufkarte. Vor allem die Tiefenlinienauswahl- und
-beschriftungen bei Kaufkarten entsprechen nicht immer meinen Anforderungen.
Jedes Jahr kommen dann markante Fangpunkte aller Teams als echte Kartenpunkte hinzu,
sodass die ganze Sache immer weiter vervollkommnet wird ...








Offline Reinbeker

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Re: Zurück aus Norwegen
« Antwort #1 am: 31 Oktober 2015, 17:26:47 »
Danke für den schönen Bericht und Bilder Jörg :freude:
Was für einen Geber hattest du verwendet?
Ihr hatte ja sehr gute Fänge gehabt.
LG H-J

Offline fjordfischer

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Re: Zurück aus Norwegen
« Antwort #2 am: 31 Oktober 2015, 17:40:09 »
Der 83/200er reichte. Wir waren nämlich nicht über 170 m hinaus (Naturköder) und auf der anderen Seiten im viel flacheren Uferbereich mit Gummi unterwegs. Die Auswertung von Mitschnitten in RM ist auch sehr hilfreich für nächstes Jahr, denn es offenbart sich die wirkliche Tiefenstruktur. Übliche Kaufkarten gehen bis 50 m in 10 m Schritten und dann in 50 m Schritten, mit Ausnahme von Garmin und Navionics mit 2 m-Schritten, was aber wiederum manchmal zu unübersichtlich wird und eher auch nur interpoliert statt gemessen zu sein scheint. Ich lege mal einen Vergleich bei, der in etwa die selben Positionen abbildet.

Herkömmlich.


Reefmaster.

Online Luke

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Re: Zurück aus Norwegen
« Antwort #3 am: 31 Oktober 2015, 18:38:24 »
Petri an alle.
Tolle Fänge habt ihr da.

Auch wenn der Conger ins Auge sticht,
mein Higlight der Bilder ist das hier:


Das sieht einfach geil nach Urlaub aus.

Danke für den Bericht und die Bilder, KLASSE  :freude:
Grüße
Luke

Offline Häger

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Re: Zurück aus Norwegen
« Antwort #4 am: 01 November 2015, 09:07:34 »
Danke für den schönen Bericht Bericht :freude:....in Norge war ich leider noch nie zum Angeln...aber man braucht ja auch Ziele, im wahrsten Sinne.
Der Conger ist mal der Burner, schmecken die eigentlich genauso wie "unser" Aal?

Offline Mekongwels

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Re: Zurück aus Norwegen
« Antwort #5 am: 01 November 2015, 14:31:00 »
Klasse Bericht und Bilder!,
das mit dem Wetter ist der Hammer!
Einem der Bilder nach zu urteilen, gab es Fisch satt!
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Offline fjordfischer

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Re: Zurück aus Norwegen
« Antwort #6 am: 01 November 2015, 14:35:03 »
Ja, aber ich spare mir die Mengenangaben und die täglich Kistenfüllstände als Bild.

Der Conger wird erst noch getestet. Im Netz gibt es dazu zwei gegensätzliche Standpunkte. Zumindest soll er gar nicht wie unser Flußaal schmecken.

Noch was: Ich hatte für alle unsere Leute Tacklefever-Basecaps bei Luke bestellt. Die sind zwar nicht auf den Bildern zu sehen, kamen aber bei unseren Leuten gut an und wurden natürlich auch "im Felde" getragen. Gutes Material, gute Grafik und preislich OK. Mal sehen, ob wir das nächste Mal die T-Shirts nehmen, denn die sind auch richtig gut und optisch ansprechend.

Offline Pälzer-Buu

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Re: Zurück aus Norwegen
« Antwort #7 am: 02 November 2015, 07:42:48 »
Hallo Jörg,

schöner Bericht und tolle Bilder!
Ich finde den Conger einfach geil  :grossefreude1:
 :freude:

Online dominik sabalo

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Re: Zurück aus Norwegen
« Antwort #8 am: 03 November 2015, 08:24:09 »
So sollte ein Urlaub laufen  :freude:

Schöne Bilder.
„Und als Du entschiedst, mein Gott, dass die Konföderation verlieren sollte, wusstest Du, dass Du zunächst Deinen Diener, Stonewall Jackson, aus dem Weg räumen musstest.

Offline Schleppfischer

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Re: Zurück aus Norwegen
« Antwort #9 am: 03 November 2015, 17:03:07 »
Guter Bericht, Petri zu den Fängen und auch hier mal wieder deutlich zu sehen, wie sehr die Standardkarten von der Realität abweichen. Wie immer 1a Arbeit.