Autor Thema: Nebulöse Ereignisse am Ebro, hier mein Bericht. :-)  (Gelesen 8563 mal)

Offline Kurte

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Nebulöse Ereignisse am Ebro, hier mein Bericht. :-)
« am: 09 Januar 2016, 17:26:03 »
Jetzt versuche ich mich auch mal an einem Bericht (vom Ebro) und hoffe er gefällt euch.
















































Abfahrt war am 14.12.15 um 4.45 Uhr,1442 KM bis Mequinenza
über Freiburg, Mulhouse, Lyon, Montpellier, Barcelona.

Eigentlich war das Auto komplett fahrbereit also Reifendruck passte,
Wischwasser voll...was hab ich vergessen ?!  :applause: ÖL

Nach 800KM das erste mal tanken...incl. Meldung „Ölstand prüfen“ :(
nach 45 unnötigen Minuten an der Tankstelle war es klar...
das VW Öl das ich brauchte gibt es hier nicht... also weiter bis endlich an
der dritten Tankstelle dann das passende zu finden war. 1L = 29,99€
(den Cent hab ich dem Kassier geschenkt  :lachen2: )

Die restlichen Kilometer bis Mequinenza stellten kein Problem mehr dar.
(Fahrzeit gesamt: 13 Stunden)
Nach der Ankunft erstmal das Auto entladen und ein Bierchen getrunken.
Müde ging es recht früh zu Bett.

Am nächsten Tag Lizenz und Wochenkarte geholt und ab ans Boot.
Echolotgeber montiert, Tank und Angelzeug geladen und los gings



Danke nochmal an Jörg für das Foto-Overlay fürs HDS.

Da wir genug Zeit hatten startete ich erstmal den Sonar Log und wir fuhren
ein bisschen herum. Erste Bäume (die man sehen kann) wurden als Wegpunkt
gespeichert, Bäume unterhalb der Wasseroberfläche ebenso und bekannte und
neue Hotspots (auf-)gesucht

   

Dann ging es ans FISCHEN – zuerst mal die Keitech Easy Shiner Kollektion
an den Jigkopf + Sekundenkleber - dann AB INS WASSER

Die ersten Bisse, Abrisse und Fische ließen nicht lange auf sich warten.

Auf der linken Seite seht ihr einige Fänge sowie weitere Bilder.

Das Wetter war die ersten Tage: 4,5 bis 9 Grad mit Nebel, aber gegen
Nachmittag kam meist die Sonne noch durch wobei dann die Jacken
offen getragen bzw. sogar abgelegt wurden.

Wir fingen eigentlich täglich (sind keine Profis) unsere Fische
vom Zander mit 25cm bis 60cm und Barsche in allen Größen.

Das einzig blöde war nun mal mehr der Nebel.

Zudem kam täglich der Wind aus einer anderen Richtung,
man konnte also nie sagen hier können wir die Drift wie
gestern nehmen oder dort ist es windstill.

Am 24.12. fuhren wir den Segre hinauf (Tip vom Guide) und fischten die
Schilfkante ab – leider ohne Zupfer. Also wieder den Fluss herunter gefahren
bis zur alten „Turbine“ an einem Parkplatz an der Strasse. Dort in ca. 5m Tiefe
ein paar Würfe ans Ufer und Zack – Biss Nummer 1 –

Ein schöner Zander…gleich darauf beim Kumpel dasselbe! Durch die Strömung
des Flusses trieben wir nach unten weg wo sich das Wasser von der Staumauer
mit dem Segre mischt…irgendwie hatten wir alles richtig gemacht:
Zeit, Platz, Köder – noch 3 Zander und dann der erste Barsch.

Ab dann wurden die Köder gewechselt und wir bekamen schöne Barsche bis 36cm.
Zum Abschluss des Tages hing plötzlich mein 7,5cm Gummibarsch fest.

Hänger dachte ich erst…hmm oh der Hänger bewegt sich…
verdammt dass muss ein Wels sein.
Gerät: Abu Rocksweeper Nano und Shimano Biomaster 2500FB mit 0,12 geflochten,
also recht feines Geschirr :D

Da ich ein Jahr zuvor schon mal so etwas erlebte und nach 1 ¼ Stunden der Haken
abgerissen ist hab ich meinem Kumpel die Rute in die Hand gedrückt und gesagt:

„Diesmal DU :D

Leider riss nach 15 Minuten trotz Bootsmanöver auch der Haken von der FluoCarbon ab.
Nun hatte aber auch Er gesehen wie so ein Tierchen Spielen kann.
(Tage später fing Er ein Exemplar mit 0,4m)



Zwischendurch machten wir einen kleinen Ausflug mit der Canon. Wir besuchten unter
anderem die „Mina Prevision“

 

Die Geschichte der Mine kenne ich leider nicht und auch nicht was dort gefördert wurde.
In Deutschland wäre so was schon lange zugemauert, in Spanien ist das ganze, wenn
man weiß wo der Eingang ist ganz einfach zu „begehen“.
Haben ein paar Fotos gemacht, auf dem Rückweg zum Auto hörten wir Steine abrutschen.

   

Die Schuldigen wurden sehr bald gesichtet! Steinböcke.
Leider brachte bei dem Nebel auch das 50-250mm Canon Objektiv nichts,
die Fotos musste ich bearbeiten – leider trotzdem nicht toll.

Die folgenden Tage fischten wir mehr oder weniger erfolgreich weiter diverse Köder
und Plätze durch, zeichneten auch schön mit dem HDS alles auf.
Schneidertage gab es nicht – das kann man nur ohne Köder am Haken schaffen am Ebro :D

Irgendwann kam dann Sylvester und das bekannte Camp Feuer am Ufer des Liegeplatzes,
Nochmal ein gutes Neues 2016 an alle.

 

Nachdem wir nun 20 Übernachtungen hinter uns hatten fuhren wir schon am 2.1.16 zurück
nach Deutschland in die Heimat. Durch einen Anruf eines Angelfreundes der am Tag zuvor
heimfuhr wussten wir dass wir recht früh an der Grenze zu Frankreich sein sollten.

Er verlor durch die Grenzkontrolle eine gute Stunde. Wir fuhren also am 3.1.16 um ca. 4.45 Uhr
los und waren gegen 7.45 kurz vor der Grenze. Da meine Navi-App des Radios abgestürzt war
versuchte ich am Rastplatz vor der Grenze durch einen Neustart das ganze wieder i.O. zu bringen.

Leider ohne Erfolg. Das gute daran war dass die Ausfahrt von diesem Platz direkt an der
Grenzkontrolle vorbei führte (La Jonquera).
Einige Kilometer später bekam ich in Montpellier noch ein kurzes „Gegenlicht“,
mal sehen ob ich Post bekomme. Noch ein kleiner Unfall in Valence der uns ca. 15-20 Minuten
kostete dann lief der restliche Weg sauber durch.
Hatten bei der Heimfahrt einen Schnitt von 114Kmh / 1427KM und waren dann
trotzdem nach 12h/28Min endlich wieder daheim am schönen Bodensee.

Nun will ich ein Danke aussprechen an:
Mein Kumpel, mein Tempomat, Luke und Jörg.
Bin kein Berichteschreiber sonst wär ich bei der Zeitung – ich hoffe es war nicht allzu langweilig zu lesen.

Insgesamt seht ihr mehr Bilder als vom aktuellen Aufenthalt, ich habe euch noch ein
paar Bilder meiner letzten Reisen an den Ebro vom Mai/November/Dezember beigefügt.

 

 

 

 
Und noch ein paar Panorama Bilder.







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Offline Luke

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Re: Nebulöse Ereignisse am Ebro, hier mein Bericht. :-)
« Antwort #1 am: 10 Januar 2016, 01:25:22 »
Jetzt versuche ich mich auch mal an einem Bericht (vom Ebro) und hoffe er gefällt euch.
Und das hast du gut gemacht  :freude:

Bin kein Berichteschreiber sonst wär ich bei der Zeitung – ich hoffe es war nicht allzu langweilig zu lesen.

Nein, garnicht langweilig, der Bericht ist Klasse und auch die Fotos sind Spitze. :applause:
Grüße
Luke

Offline Häger

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Re: Nebulöse Ereignisse am Ebro, hier mein Bericht. :-)
« Antwort #2 am: 10 Januar 2016, 09:17:48 »
Suuuuuuuper Bericht :freude:
wie ist es denn dort mit dem Befischungsdruck. Über den Ebro liest man ja extrem viel. Das lockt sicherlich Herrscharen von Anglern an...oder?
Ich bin selber auch immer am Überlegen, ob ich da nicht mal hin sollte....... allein für die Landschaft ist es scheinbar lohnenswert.

Offline Kurte

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Re: Nebulöse Ereignisse am Ebro, hier mein Bericht. :-)
« Antwort #3 am: 10 Januar 2016, 09:25:36 »
Gute Morgen :)

Danke Luke fürs reinstellen des Berichts und der Bilder (mit der Super Klick-Zoom-Funktion)

Der Befischungsdruck ist um Mequinenza recht hoch (ich kenne 3 Camps)....unser Camp war zw. Weihnachten und Sylvester bummsvoll.
Will man schönere Fische fangen kommt man leider nicht um eine Guiding Tour am oberen Stausee herum :/ Da gehts dann statt mit 9,9/15PS mit 60PS
erstmal ne halbe Stunde ins Hinterland (Die Landschaft dort ist nochmal einen Tick schöner als unterhalb der Staumauer)
Schon das Gebirge ist einmalig - viele Eisvögel, Gänsegeier und Steinböcke sind zu sehen

ich hab mich bei meiner ersten Tour sofort verliebt :) jetzt war ich das sechste mal da unten  :grossefreude1:
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Offline Häger

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Re: Nebulöse Ereignisse am Ebro, hier mein Bericht. :-)
« Antwort #4 am: 10 Januar 2016, 09:54:16 »
ich werde gleich mal googlemaps anschmeißen und gucken wie lange man von HH benötigt  :-)

Offline dominik sabalo

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Re: Nebulöse Ereignisse am Ebro, hier mein Bericht. :-)
« Antwort #5 am: 10 Januar 2016, 11:40:17 »
Hi Kurte ,

super Beitrag :freude:
Ganz tolle Bilder die du gemacht hast.

Hast du ein Stativ benutzt oder alles frei Hand?
Habt Ihr den Krebs ausgebudelt?

„Und als Du entschiedst, mein Gott, dass die Konföderation verlieren sollte, wusstest Du, dass Du zunächst Deinen Diener, Stonewall Jackson, aus dem Weg räumen musstest.

Offline Bernd Fischer

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Re: Nebulöse Ereignisse am Ebro, hier mein Bericht. :-)
« Antwort #6 am: 10 Januar 2016, 11:42:22 »
Toller Bericht und tolle Bilder!  :applause:

Danke  :freude:

Offline Kurte

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Re: Nebulöse Ereignisse am Ebro, hier mein Bericht. :-)
« Antwort #7 am: 10 Januar 2016, 12:52:18 »
Also die Bilder sind alle aus der Hand gemacht teilweise während der Fahrt. Leider halt der Nebel
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der Krebs hat ein Stöckchen gepackt und nicht mehr losgelassen :)
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Offline Mekongwels

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Re: Nebulöse Ereignisse am Ebro, hier mein Bericht. :-)
« Antwort #8 am: 10 Januar 2016, 16:33:28 »
Schön zu lesen dein Bericht und natürlich supertolle Aufnahmen!
 :freude:
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Offline Reinbeker

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Re: Nebulöse Ereignisse am Ebro, hier mein Bericht. :-)
« Antwort #9 am: 10 Januar 2016, 22:35:05 »
Danke für tollen den Bericht und die schönen Bilder. :freude:
LG H-J