Autor Thema: Sind Deutschlands Seen für Fische zu sauber? ZDF 17.04. um 14.45 Uhr  (Gelesen 3623 mal)

Offline TACKLEFEVER

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Quellenangabe: "obs/ZDF/ZDF / Franca Leyendecker"
Fische finden auch in sauberen Seen oft zu wenig Nahrung.
Mainz (ots) - Deutschlands Seen sind so sauber wie lange nicht mehr.
Für Badegäste ist das schön - für Fischer nicht. Oft ist das Wasser so rein,
dass Fische kaum noch Nahrung finden. Die "planet e."-Dokumentation
"Saubere Seen - leere Netze" nimmt am Sonntag, 17. April 2016, 14.45 Uhr,
im ZDF den Zustand deutscher Seen in den Blick.

Gewässer enthalten immer weniger Phosphat, was dazu führt, dass nur wenige
Schwebstoffe wie Algen und Plankton die Sicht trüben. Die Schattenseite der
Reinheit: Fische finden weniger Plankton zum Fressen - die Netze der Fischer
bleiben immer öfter leer. Es ist keine Laune der Natur, dass der Phosphatgehalt
in deutschen Gewässern sinkt. Viel Geld wird investiert, um mit der chemischen
Reinigungsstufe von Kläranlagen einen großen Teil des Phosphats aus dem
Abwasser zu entfernen. Der Grund: In den 60er und 70er Jahren waren viele
Seen in Deutschland hoffnungslos überdüngt. Das Wirtschafts- und
Bevölkerungswachstum sorgte damals dafür, dass Industrie, Landwirtschaft
und Haushalte mit ihren Abwässern große Mengen Phosphat in die Seen spülten.
Der Nährstoff Phosphat wirkte wie ein Dünger und kurbelte alle Stufen der Nahrungskette an: Algen wuchsen unkontrolliert und boten viel Nahrung
für Plankton und Kleinstlebewesen. Diese wiederum dienten als Futter für eine große Zahl an Fischen.

Zu viel Leben in einem See ist jedoch nicht gesund: Der Sauerstoffgehalt sinkt, der See kann sich nicht mehr regenerieren.
Deshalb gilt: Zu viel Phosphat in einem See ist gefährlich. Doch inzwischen ist in vielen Seen das Gegenteil ein Problem.

Berufsfischer fordern, den extrem niedrigen Phosphatgehalt zumindest um einige wenige Mikrogramm pro Liter anzuheben. Das würde mehr Futter für
die Fische bedeuten - das Wasser wäre trotzdem noch sauber und klar. Doch die verantwortlichen Politiker weigern sich mit Blick auf die Vergangenheit.

Die "planet e."-Autorinnen Franca Leyendecker und Daniela Hoyer beleuchten diesen bizarren Streit um Deutschlands Seen.

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TACKLE FEVER Forum

Offline Luke

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Ich erinnere mich an die 70er, 80er, 90er,
als das Wasser immer klarer und in der Qualität immer besser wurde.
Damit einhergehend empfanden wir einen Rückgang des Fischbestandes.

Wie seht ihr das?
Grüße
Luke

Offline redlcux

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Hi,

ein ähnliches "Phänomen" ist in Zeiten aufgetreten als Clementine von Ariel zwar noch Werbung für ihr Wundermittel machte, aber dieses nun phosphatfrei wurde wie heute alle Waschmittel.

Die städtischen Kläranlagenbetreiber schafften es kaum noch, das zu klärende Wasser passabel sauber zu bekommen, da einfach die Bakterien hierfür fehlten. Die Phosphate fehlten schlichtweg und mussten teilweise künstlich zugeführt werden. Irgendwie sehr skuril.

Viele Grüße!

Offline Pälzer-Buu

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Damit einhergehend empfanden wir einen Rückgang des Fischbestandes.

Wie seht ihr das?

Das würde mich auch mal interessieren.
Viele sagen, dass der Rhein bei uns (KA-MA) viel zu klar sei
und z.B. die Brassen und Zanderbestände extrem zurück gehen.

Ich kann mir das nicht so recht vorstellen, da ich gerade im letzten Jahr
Unmgengen an Brassen und Zander beim Köderfischfang erwischt habe.
So ca. 10-15 Brutzander bei 4-6 Senkversuchen waren da keine Seltenheit.
Auch Brassen konnte man sehr gut fangen. Das Netz war meistens randvoll.



Offline dominik sabalo

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Das unser Wasser so sauber ist wie schon lange nicht mehr ist unbestritten.

Meine Meinung  die Fischarten passen sich da an.

Früher hatten wir unmengen Kaulbarsche und Schneider
Zander gab es immer ohne Ende.
Ich erinnere mich in den 80er da waren 20 - 30 Kähne auf dem Kief
und jeder hat Zander gefangen wie Sau.

Heut fangen wir Rapfen, Welse was damals überhaupt kein Thema war.
„Und als Du entschiedst, mein Gott, dass die Konföderation verlieren sollte, wusstest Du, dass Du zunächst Deinen Diener, Stonewall Jackson, aus dem Weg räumen musstest.

Offline Pälzer-Buu

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Meine Meinung  die Fischarten passen sich da an.


Da stimme ich dir zu Dominik.

Offline Luke

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Also gibt es eurer Meinung nach eine Bestandsveränderung zwischen den Arten?
Grüße
Luke

Offline Inni_909

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Selbige Aussage der Ü60 Angler in DD an der Elbe, mit denen ich mich unterhalten hatte.
Früher wurde viel Zander gefangen, das war kein Problem. Heute ist es schon schwierig geworden.
Auch gab es wohl damals keine Döbel in DD, heute fängt man da eher mal einen.

Offline rolfb

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Das ist beim Rhein auch so gekommen.
Früher gab es mehr und war es leichter Zander zu fangen heute ist es etwas schwieriger.
Es gibt aber mehr andere Fischarten zb Rapfen die wir früher so gut wie garnicht gefangen haben.
Die Welse waren meistens auch kleiner und weniger als heute.