Autor Thema: Eine sehr seichte Tiefenmessung  (Gelesen 277 mal)

Offline hobbyforscher

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Eine sehr seichte Tiefenmessung
« am: 09 April 2019, 15:08:48 »
Liebe Tacklefever-Community!

Ich suche momentan für eine Messserie nach einer Möglichkeit, von einem kleinen, schwimmenden Rig aus mit einem fix montierten Sensor die Wassertiefe messen zu können. Naheliegend ist dafür Sonar. Im wissenschaftlichen Bereich der "sonar altimeter" kommen wir da gleich aber an die zig-tausend Euro, was definitiv meinen Projektrahmen sprengt. Da Fisch-Echolote aber ja ein "Massenmarkt" sind (im Vergleich zu wissenschaftlichem Equipment) sollte es hier günstiger werden, sodass man mit einigen hundert Euro weiterkommt.

Mein spezielles Problem sind dabei nicht die großen Tiefen, sondern das seichte Wasser. Der interessante Bereich ist etwa 0.3-5m, eventuell auch bis nur 0.2m, wobei viele Geräte laut Datenblatt schon mit Tiefen von weniger als 1m nicht viel anfangen können.

Idealerweise würde ich dann die Daten automatisiert via USB/RS232 o. ä. auslesen.
Weiter ist natürlich ein Traum, wenn die Sache auch recht kompakt und leicht gebaut wäre - zumal ich ja auch die großen Tiefen nicht brauche, und keine kleinen Objekte erkennen will - sprich, ich brauche eigentlich nicht sehr viel Sendeleistung.

Daher meine Frage: Habt ihr vielleicht Ausrüstungstipps für mich?

Ich hab schon eine eMail mit den Kollegen von Fischfindertest.de ausgetauscht, die haben mich auf mobile Echolote wie den Deeper hingewiesen. Mindesttiefe ist für den Deeper Pro+ allerdings auch ein halber Meter (und ich würde am liebsten auf 20cm kommen) - und mir ist noch nicht ganz klar, wie ich an die Daten komme; ich bin von einer Smartphoneapp da noch nicht ganz überzeugt.

Wie gesagt - ich bin für alle Tipps und Hinweise Dankbar ;-)

Liebe Grüße,
hobbyforscher

Offline fjordfischer

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Re: Eine sehr seichte Tiefenmessung
« Antwort #1 am: 09 April 2019, 18:16:32 »
Idee (nicht ideal aber als Kompromiss gut):
Ich würde mir ein Echolot ausleihen und es irgendwie auf einem Futterboot oder einem Mini-Floss befestigen. Problem ist, dass eigentlich nur bessere Geräte Flachwasser gut können. Ich würde bei Lowrance als Anbieter nicht unter Elite Ti gehen wollen. Bei anderen Herstellern habe ich keine Erfahrungen im extremen Flachwasser. Als Geber eignet sich auch ein einfacher Lowrance Geber, wie ihn der Vermieter mitgibt.

Problem ist, dass der ganz Geber gerade und einige cm im Wasser sein muss, gerade auch bei Bewegung des Wasserfahrzeuges. Und man muss den "Keelofset" berücksichtigen, der bei Aufnahmen nicht mitgeschnitten wird. Ich habe selber viel in 30 cm Tiefe und manchmal knapp darunter geloggt. Es geht, man muss sich aber schon ein wenig auskennen. Die Daten zu konvertieren ist simpel, allerdings ist die Interpolation der Messpunkte dann schon nicht mehr (notfalls kann jemand im Forum einspringen).

Worum geht es denn eigentlich (Thema), wenn mal fragen darf?

Offline hobbyforscher

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Re: Eine sehr seichte Tiefenmessung
« Antwort #2 am: 12 April 2019, 15:19:23 »
Hallo Fjordfischer, danke für deinen Input!
Hintergrund ist folgender: Ich bin dabei eine kleine schwimmende Plattform (wahrscheinlich das, was du dir unter "Minifloß" vorstellst) zu entwerfen, die allerhand Messgeräte tragen soll (Spektrometrie, Leitfähigkeit, Temperatur, etc, ...). Normalerweise hast du Messungen entweder direkt am Ufer (weil die Forscher dort trockenen Fußes stehen) oder im "tiefen" Wasser, wo dann größere Boote bis hin zu Forschungsschiffen leicht operieren können, und der Tiefgang deiner Geräte ganz egal ist.
Größere Flächen von besonders flachem Wasser sind aber ein Problem. Und da möchte ich mitspielen.

Für viele Eigenschaften ist es aber natürlich auch spannend, die aktuelle Tiefe am Messpunkt zu kennen - und so bin ich hier gelandet.

Ich hab mir mal auf deinen Tipp hin, mal ganz grob, das Lowrance Elite 7 Ti2 angesehen (weils so ziemlich das erste Google-Ergebnis war). Sieht gut aus. Da ich natürlich nicht viel von einem toll großen Bildschirm auf einem Minifloß habe, bin ich nach fröhlichem weitergoogeln auf das Elite 4 Chirp gestoßen. Prinzipiell erlaubt mir das chirpen des Ausgangssignals eine höhere Auflösung / exaktere Entfernungszuordnung - also brauche ich eventuell gar nicht gleich ein Elite 7 Ti2, und komme mit dem kleineren Geschwisterchen auch durch...

Auf jeden Fall ist das Stichwort "Ausleihen" eine gute Idee. Sobald die Planungen konkreter werden, werd ich mich da mal nach einem Verleiher umsehen, und mal ein paar Tests machen.

Ansonsten: Hast du / hat sonst jemand vielleicht eine Idee für "Sonargerät ohne Bildschirm"? Was ich damit meine ist folgendes: Das Elite 7 Ti2 tut ja zwei Dinge: Einerseits den Geber ansteuern und das Return-Signal interpretieren, und andererseits das ganze auch noch hübsch visuell aufbereiten und darstellen. Den zweiten Part brauche ich aber nicht. Ich bräuchte quasi nur einen "Sonar-Logger" ohne die ganze Anzeigefunktion. Gibt es sowas?

Vielen Dank und Gruß,
hobbyforscher


Offline fjordfischer

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Re: Eine sehr seichte Tiefenmessung
« Antwort #3 am: 12 April 2019, 15:46:18 »
Sicher gibt es Geräte quasi ohne Bildschirm, etwa Sensoren für Handys. Aber alles ist keine spezielle Hardware für diese Anwendung, mehr so ein technischer Spielkram.

Chirp können alle preislich höheren Geräte auch das Elite Ti. Es kommt aber auf den Geber an, der so was auch gut machen soll.
Allerdings ist Chirp vor allem für Zieltrennung relevant, bei Tiefe braucht man nicht zwingend Chirp.

Mir scheint, Du könntest ein paar Infos mehr zu Grundlagen vertragen, denn da ist noch mehr zu beachten. Sehr zu empfehlen ist "Der große Echolotratgeber"
https://www.tacklefever.de/index.php?topic=6636.0

Ich würde dann auch am Gewässer immer am Ufer mal die Messlatte nehmen und meine Echolotmessung mit dieser vergleichen (Quasi so was wie Eichen). Es gibt Fälle, da hat es das Gerät schwer, reale Werte zu liefern. Außerdem ist die Oberfläche von sehr flüssigem Schlamm nicht immer vom Gerät so exakt zu trennen, dass wirklich die Schlamm-Wassergrenze sauber abgebildet wird.

Offline Bernd Fischer

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Re: Eine sehr seichte Tiefenmessung
« Antwort #4 am: 13 April 2019, 10:00:24 »
Moin,

nur mal so als Anregung:

Wäre das evtl. was ?!
https://store12459.americommerce.com/store/p/26-SP100-T-POD.aspx

Das habe ich auch und für einfache Messungen auch bis ganz in`s Flache funzt das prima.
Ist ja keine Riesen Investition ;)


Online Luke

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Re: Eine sehr seichte Tiefenmessung
« Antwort #5 am: 13 April 2019, 10:22:38 »
Vermutlich werden sich da die Fragen stellen:
Wie genau ist das Ding bei 30cm und kann es die überhaupt noch messen?
Wie kommt man an die Tiefen Daten heran?

Das läuft so in der Richtung von Deeper oder Humminbird Smart Cast,
wobei das Smart Cast ja eigentlich schon nicht mehr zeitgemäß ist.

Aber immer bleiben die Fragen,
wie kommt man an die Daten ran und was ist die geringste Messbare Tiefe.

Generell kann ich mich nicht an ein "Low Budget" Gerät erinnern das in so geringen
Tiefen arbeitet und dann auch noch die Daten aufzeichnet oder sonstig heraus gibt.
Grüße
Luke

Offline Stöpsel

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Re: Eine sehr seichte Tiefenmessung
« Antwort #6 am: 14 April 2019, 20:56:19 »
Sehr geringe Geässertiefen genau vermessen zu wollen, macht aus meiner Sicht auch gar keinen Sinn.
Hierfür sind die Pegelstände selbst bei stillen Gewässern in Folge von Austrocknung / starken Regenfällen viel zu unterschiedlich, als dann noch, selbst bei extrem flach auslaufenden Ufern, bis auf eine Tiefe von 20cm genau etwas erfassen zu wollen.
Ich denke, dass dies etwas zu "überambitioniert" ist.

Offline Bernd Fischer

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Re: Eine sehr seichte Tiefenmessung
« Antwort #7 am: 15 April 2019, 19:06:03 »
Hi Like und Stöpsel,

mein Vorschlag war eher zum "mal testen/gucken/ausprobieren gemeint, ohne allzuviel Kohle ausgeben zu müssen.

So hat man als Unbedarfter wenigstens mal gesehn, wie das "so aussieht" ,)

Und ohne ScheiXX: das Ding misst bis in`s flache Flachwasser recht zuverlässig.

Wenn mich nicht alles täuscht, kann man auf dem Handy den Bildschirm "mitschneiden", und das wär ja schonmal was für den TE dachte ich mir.....

War ja nur so eine Idee  :-)

Nachtrag: Das mit den Daten und der Speicherung derselben hatte ich da nicht so au`ffm Schirm. :weisnicht1:

Online Luke

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Re: Eine sehr seichte Tiefenmessung
« Antwort #8 am: 15 April 2019, 23:01:38 »
Jeder erfolgte und auch jeder weitere Input ist jederzeit willkommen.  :freude:
Grüße
Luke