Autor Thema: 6 Tage im Februar Teil II  (Gelesen 118 mal)

Offline dominik sabalo

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6 Tage im Februar Teil II
« am: 19 Mai 2020, 16:10:41 »
Am nächsten morgen sollte es auf Yellowfin tuna gehen.
Mit Tintenfisch und Livebait ging es pünktlich am 6.20 Uhr morgens los. Alle Charterboote
hatten nur ein Ziel ''North''. Wie abgesprochen (was es auch war  :-)) fuhr die ganze Flotte
los. Am Spott angekommen lagen ca.30-35 Boote auf dem doch sehr kleinen Spott. Und
jedes war am Füttern. Überall sah man Tintenfisch Trails im Wasser und es flogen Köder hinterher.

Etwas skeptisch beobachtete ich das Treiben. Nicht wegen
der Menge an Booten sondern die Art und Weiße der
Anköderung des Tintenfisches machte mir etwas unbehagen.

Während unsere Rubby Dubby in der Größe von einem Brühwürfel ins
Wasser kamen hatte der Hakenköder die knappe 10 Fache größe.



Da der Hakenköder um ein vielfaches schneller absingt als der Rest
und Thunfische extrem Misstrauisch sind war ich ziemlich sicher
das es nicht klappen würde.

Ein brachialer Biss belehrte mich eines besseren  :applause:
Nun folgten knapp 40 min Drill am ''leichten '' Gerät. Nach der
hälfte der Zeit wünschte ich mir allerdings einen vernüftigen
Harness .




Dann war es endlich soweit der erste Yellowfin meines Lebens kam an Bord.



Es ging dann auch ziemlich schnell weiter und der zweite und dritte Yellowfin
ins Boot.

Beim vierten wurde es noch einmal sehr interessant. Christians Thun wurde mitten
im Drill von einem Seelöwen beschlagnahmt. Es begann ein recht lebhafter Drill
der Christian alles abverlangte. Unter lautem Gejohle der anderen Boote
fuhr unser Käpten im Kreis um den Seelöwen und Christian versuchte sich auf
den Beinen zu halten und irgendwie den Thunfisch zurück zu gewinnen.

 

Ich übernahm nach ca. 15 min die Rute und drillte weiter. Die Bremse ganz zu
und auf Biegen und brechen versuchen das der Kopf abreist. Wenn die Schnur
nicht hält besteht die Gefahr das der Seelöwe den Fisch mit Haken frisst.

Plan ging auf der Kopf kommt an Bord.



Wir beschlossen heimwärts zu machen die Marlin Lures kamen ins Wasser und
wir trollten zurück in den Hafen.

Im Hafen angekommen besprachen wir noch die Ausfahrt für den nächsten
Tag. Ich träumte weiterhin vom striped Marlin.



Unser Anteil am Thun ging direkt wieder zur Imbissbude im Hafen.
Wo wir sehr zur Freude des Besitzers auch den Bier Umsatz stärker steigen
ließen als das Wetter die Thermometer.



Nach dem Essen gingen wir zum Stand von unserem Käpten den die Heimfahrt
war ungeregelt. Dort angekommen wartete jedoch schon ein Mexikaner auf uns
der meinte er solle uns nach Hause fahren.
In Mexiko zu einem wildfremden Typen ins Auto steigen  :weisnicht1: Schlecht, ganz schlechte ,
die schlechteste Idee aller Zeiten. Schlechter als Edmund Stoiber als Kanzlerkandidat und
10 Euro Praxisgebühr.
Etwas unschlüssig standen wir da, dann kam eines der Mädels des Chefs und
bestätigte es sei okay der Fahrer wäre vom Chef beauftragt.

Große Hoffnung volles Programm am nächsten Morgen sollte es mit dem
stripped Marlin klappen.

Lures scharfgemacht und Köderfische präpariert.





Stundenlang zogen wir bei sengender Hitze unsere Bahn. Immer wieder mussten
wir unserem Käpten sagen wir wollen nicht auf Grund fischen. Er fürchtete um sein
Trinkgeld wenn wir ohne Erfolg in den Hafen zurück fahren.

Immer wieder tauschten wir die Köder andere Größen andere Farben. Reel inn sagte
Cesar und gab mir einen anderen Lure zum Tauschen. Ich nahm die Angel aus dem
Halter und begann zu Kurbeln. Da bekam ich einen Schlag in die Rute und ich drillte
den ersten Bonito des Tages.

Es keimte etwas Hoffnung und laut einschlägiger Literatur sind Bonitos ja in Schwärmen
unterwegs. Alles gelogen und Murks  :lachen2: Es biss keiner mehr.


 

 

Wieder begann das warten. Die Std zogen sich wie Kaugummi und gedanklich waren
wir bereits im Hafen am Bierchen trinken als die Rute mit dem toten köfi sich
verneigte.

Biss , Christian durfte drillen ein Yellowtail Amberjack kam an Bord. Die sind
in Schwärmen  :fiesgrins: unterwegs also im Kreis gefahren und gesucht.
Nun ging es Schlag auf Schlag ich legte die Rute gar nicht mehr aus der
Hand und obwohl die Größe der Fische und das Angelzeug nicht ganz so
optimal zusammen passten waren die Bisse einfach eine Wucht. Knallharte
Schläge spürbar bis ins Handteil.

Innerlich weinte ich meiner Spinnrute nach die im Hotelzimmer lag  :cry:
das wäre jetzt eine super Fischerei.

Nach ca.10-12 Stck beendeten Wir die Fischerei und fuhren zurück in den
Hafen.

Hier konnten Wir nur mit der Menge punkten und in der Länge hatten Wir
die meisten Zentimeter wenn Wir alle Fische aneinander gelegt haben  rofl

Etwas Missmutig machte Wir unsere Bilder man beachte den Hintergrund.



Es hatte für mich wieder nicht geklappt.

Wir Filetierten unseren Fang und wollten zum Imbisswagen.
Leider war die Bude geschlossen und unsere Mitfahrgelegenheit
tauchte auch nicht auf.

Nun saßen Wir ohne Bier mit frischem Filet erstmal in der
Sonne rum. Das war irgendwie Kontraproduktiv. Und
so entschlossen Wir uns mal zum Stand des Käptens zu laufen.

An Ihrem Schreibtisch sahen Wir Alicia und rief direkt über die Straße
''UBER''.
Wir lachten und gingen zu Ihr rüber. Da Sie leider kein Englisch spricht
und mein Spanisch nur aus einem Satz besteht hielt Sie mir Ihr Handy
hin und benutzte ein Übersetzungsprogramm.



Gustavo unser Fahrer hatte keine Zeit und Sie deshalb beauftragt
uns ein UBER zu rufen.
Also warteten Wir. Nach ca.10 min erneute Plan Änderung Gustavo kommt
doch und nimmt uns mit.

Zuhause angekommen verschenken Wir das Filet an unsere Herbergsmutter
und dann erstmal Duschen und ein Bierchen trinken. Dann noch ein Bierchen
und die Essensfrage angehen.
Wir entscheiden uns Tacos zu essen.

 


Zurück im Hotel schauten Wir noch auf ein Bierchen bei unserem Mitbewohner
Schildman vorbei dann ging jeder in sein Zimmer.
„Und als Du entschiedst, mein Gott, dass die Konföderation verlieren sollte, wusstest Du, dass Du zunächst Deinen Diener, Stonewall Jackson, aus dem Weg räumen musstest.

Offline Rheinfischer1967

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Re: 6 Tage im Februar Teil II
« Antwort #1 am: 25 Mai 2020, 21:10:29 »
Eben erst gesehen Teil II  :applause:

Hast wieder ne Lady kennengelernt ? :lachen1:

Der hinter euch hat einen Marlin gefangen oder ?

Offline Luke

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Re: 6 Tage im Februar Teil II
« Antwort #2 am: 27 Mai 2020, 20:38:35 »
Jo, Klasse Dominik.  :freude:

@Rheinfischer
Wo hinter....wo ist den da ein Marlin, ich sehe nur Thun :weisnicht1:
Grüße
Luke

Offline dominik sabalo

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Re: 6 Tage im Februar Teil II
« Antwort #3 am: 28 Mai 2020, 17:08:06 »
Ja , der Ami hatte mehr Glück. Manchmal ist Fischen ungerecht der hatte nur eine Tagestour gebucht und gleich einen gefangen  :cry:
„Und als Du entschiedst, mein Gott, dass die Konföderation verlieren sollte, wusstest Du, dass Du zunächst Deinen Diener, Stonewall Jackson, aus dem Weg räumen musstest.