Autor Thema: Test verschiedener Batterie Wächter mit Bluetooth (z.B. IntAct Battery Guard)  (Gelesen 273 mal)

Offline TACKLEFEVER

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Angeregt durch das Thema AGM Akku im Styroporblock
hier im Forum haben wir uns gedacht, schauen wir uns
hier mal ein paar "Battery Guards" an, wobei "Guard"
zunächst nicht direkt als Schutz zu sehen ist da die
hier betrachteten Sensoren keine Schutzfunktion
für den Akku z.B. gegen Tief-Entladung haben sondern
lediglich die Spannung mittels Bluetooth als reinen Wert
an z.B. das Smartphone senden.

Beginnen möchten wir mit dem IntAct Battery-Guard von Keckeisen.

Gekauft haben wir uns zum Test zwei
Exemplare bei Amazon für unter 22 Euro.
Geliefert wurden diese in je einem Blisterpack
das auch ohne Verletzung zu öffnen war. rofl

Darin befand sich dann der Sensor und eine
kleine Bedienungsanleitung in der sich auch
der Hinweis findet, sinngemäß "Das Auto sollte für
mind. 3 Stunden im abgeschlossenen Zustand
stehen, damit sich der Akku beruhigen kann..."

Dies ist notwendig damit sich die Fahrzeugelektronik
wieder schlafen legt und der Akku seine Ruhespannung
erreicht und das Messergebnis dann nicht mehr
verfälscht wird. Ebenso darf das Fahrzeug nicht
entriegelt (aufgeschlossen) werden, da sonst die
Elektronik wieder aufwacht und den Akku belastet
und die Spannung wieder sinkt.

Ansonsten zeigt die Anleitung noch eine Farbzuordnung
zur Spannung, die aber wohl leider nicht für alle
Akku Typen Gültigkeit hat, dazu später mehr.

Der Anschluss des Sensors ist recht einfach und
erfolgt über Gabelschuhe an Plus und Minus am Akku.

Und weil so schön dabei steht: "Verpolungssicher"
haben wir das gleich mal unabsichtlich getestet.
Ja, man merkt auch gleich das man einen Fehler macht,
denn es funkte ein wenig beim falschen anklemmen.
Das sollte man daher wohl nicht zu lange so belassen ;-)

Verpolungssicher auf kurze Zeit haben wir damit erfolgreich getestet.  :freude:



Nach dem Anschluß an den Akku kommt die APP dran.
Über den Link bei Keckeisen findet man die richtige APP
im Playstore sofort und nach der Installation und Start
sieht man folgendes Bild in dem die App den oder die
Sensoren (bei uns zwei) bereits gefunden hat.

Wenn dies nicht der Fall sein sollte schaut
mal auf Punkt 1 im folgenden Bild.

  Erläuterungen:
  • Refresh mit neuer Suche
    nach Sensoren.

  • Farbfeld das anzeigt in welcher
    Kondition der Akku ist. Gleichzeitig
    auch der Weg um zur Einzelansicht
    des Sensors zu kommen.

  • Bei sehr vielen Sensoren kann
    hier gezielt gesucht werden.

  • Beachrichtigungseinstellungen

  • Filterfunktion

  • Senden der Messwerte per Email.
    ACHTUNG, der Versand läuft über einen
    Email Server von Battery-Guard.
    Bitte den Datenschutz beachten.

Filterfunktion mit der man bei vielen Sensoren
die Liste nach bestimmten Kriterien filtern kann.


Die Einzelansicht startet mit dem Volt-Tacho.

Unten findet sich das Menü über das man
zwischen dem Volt-Tacho, der periodischen
Ansicht und der "Edit" Funktion mit der man
den Sensor umbenennen und den Akkytyp
zwischen 6/12/24 Volt einstellen oder
dem Sensor ein Bild zuweisen kann.


Periodische Ansicht eines Sensors.


Schneller Wechsel zwischen den Sensoren mit 1:



Benachrichtigungseinstellungen:


Email Versand:


Hier sieht man den den jeweiligen Verbindungsstatus.
Je nachdem wie weit man sich vom Sensor entfernt
entfernt befindet oder wie versteckt dieser eingebaut ist
wird mal der eine mal der andere Sensor nicht mehr angezeigt.
 

Die von uns ermittelte Reichweite bei nicht abgeschottetem
Sensor lag bei ca. 4-6 Metern, mit ein paar Hindernissen wie
Tisch Stühle, ohne Hindernisse sind es vielleicht etwas mehr.
Aber wenn die Sensoren in einem Auto, ganz schlimm wenn
im Motorraum, verbaut werden wird man vermutlich nicht
mehr auf 4 Meter kommen.
Dazu stehen aber noch weitere Tests aus.

Unklar ist uns auch noch in welchem Abstand die Messungen
von der APP für die Historie protokolliert werden.
Wir haben auf einem Info Blatt eine Angabe
von 10 Messwerten pro Tag gefunden.

Ob es dabei reicht das die APP im Hintergrund ist oder ob man
diese dafür aktiv haben muss,etc. ist uns noch nicht bekannt.
Unser Beispiel hat bis jetzt 2 Messungen bei einem Sensor
mit einem Abstand von ca. 6 Stunden ergeben.
Beim zweiten Sensor gibt es noch keine zweite protokollierte Messung.

Auch lassen sich die Einzelwerte der Messungen vielleicht nur über
einen Email Export konkret anschauen. In der App liegen die zwei
Messpunkte so nah zusammen das man den zweiten nicht antippen
kann, da nach dem ersten Fingertip ein weißer, halbdurchsichtiger
Kreis erscheint in dem der Wert angezeigt wird und der Kreis leider
den anderen Messpunkt überdeckt weshalb man so nicht wirklich
erkennen kann ob es jetzt zwei Messpunkte mit dem gleichen
Wert sind oder der Tip erst garnicht funktioniert.
Es gelang uns einmal den rechten Messpunkt auszuwählen und danach
den Linken, aber zurück zum rechten kamen wir dann nicht mehr.
Auch überdeckt der als weiße Punkt (solid) dargestellte Messpunkt
einen Teil der Zahl was es unmöglich macht diesen ganz zu lesen.

Kommen wir zur bereits eingangs erwähnten
Farb Zuordnung zu den Spannungswerten.

Leider gibt es hier nur eine feste Zuordnung,
die, wie man in anderen Apps gleicher Art
sehen kann wohl mehr für normale
Nass-Zellen Akkus passend sein dürfte.

Andere Apps ermöglichen hier eine Zuordnung
passend zu z.B. zu Nass/AGM Akku Typen.

Insofern muss man wenn man z.B. einen AGM Akku
hat ein wenig auf die angezeigte Spannung achten,
vor allem dann wenn sich der Tachozeiger im unteren
gelben Bereich befindet.

Vermutlich werde einige Nutzer die Exportfunktion per
Email über einen Server des Herstellers nicht gut finden.
Selbst wenn man um die Messwerte an sich kein vielleicht
noch kein Faß aufmachen möchte, geht dabei leider auch
die Empfänger Email Adresse an den von der APP dafür
genutzten Server.
Hier muss man unnötig vertrauen und
es wird leider auch nicht darüber informiert das hierbei nicht
über die eigene Mail App auf dem Smartphone gesendet wird
sondern über einen fremden Mailserver.
Spätestens wenn man nicht an die eigene Email Adresse sendet,
könnte es hier eventuell zu einem Datenschutzproblem kommen.
Auch könnte es vielleicht sein das die Daten zuerst per FTP
an einen Server übertragen werden und erst dann von dort aus
per Email versendet werden. Ob auf dem Weg zwischen APP
und Server eine Verschlüsselung verwendet wird haben wir
noch nicht ermitteln können. Sollte hier die Email Adresse
über eine ungesicherte FTP Verbindung übertragen werden,
könnte jeder die Mail Adresse im Netzwerk mitlesen.

Bis auf den kleinen Punkt bei der Messwerthistorie sind
die letzten beiden Punkte (Email/Akkytyp) bis jetzt
die einzigen Kritikpunkte die wir feststellen konnten.
Wo es bei anderen gerne mal hapert ist die Verbindung der
Sensoren mit dem Smartphone. Hier gelang die Verbindung zu
einem Honor Smartphone mit Android 9 sofort und ohne Probleme.


Ebenso wenn man außerhalb der Reichweite war wurde
nach Verringerung der Entfernung und Tip auf Refresh
(siehe Pos. 1. 1m Menü Erklärbild) jeder Sensor sofort
und ohne Problem erkannt und verbunden,

So scheint der Sensor auf den ersten Kurzblick für den
Anschaffungspreis von 20-22 Euro wohl keine schlechte
Wahl zu sein, da er das was er tun soll auch sauber erledigt.

Jetzt muss er in der Praxis zeigen ob er dem Kurztest gerecht
wird und vor allem wie gut er mit dem Einbau im Auto/Boot
bzgl. Reichweite, Stromverbrauch daherkommt und ob er auch
wirklich langlebig ist und unter Rauhen Bedingungen lange hält.

Wir halten euch auf dem laufenden, wenn es etwas neues gibt.

Alle Angaben ohne Gewähr.
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