Autor Thema: Test verschiedener Batterie Wächter mit Bluetooth (z.B. IntAct Battery Guard)  (Gelesen 2079 mal)

Offline TACKLEFEVER

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Angeregt durch das Thema AGM Akku im Styroporblock
hier im Forum haben wir uns gedacht, schauen wir uns
hier mal ein paar "Battery Guards" an, wobei "Guard"
zunächst nicht direkt als Schutz zu sehen ist da die
hier betrachteten Sensoren keine Schutzfunktion
für den Akku z.B. gegen Tief-Entladung haben sondern
lediglich die Spannung mittels Bluetooth als reinen Wert
an z.B. das Smartphone senden.

Beginnen möchten wir mit dem IntAct Battery-Guard von Keckeisen.

Gekauft haben wir uns zum Test zwei
Exemplare bei Amazon für unter 22 Euro.
Geliefert wurden diese in je einem Blisterpack
das auch ohne Verletzung zu öffnen war. rofl

Darin befand sich dann der Sensor und eine
kleine Bedienungsanleitung in der sich auch
der Hinweis findet, sinngemäß "Das Auto sollte für
mind. 3 Stunden im abgeschlossenen Zustand
stehen, damit sich der Akku beruhigen kann..."

Dies ist notwendig damit sich die Fahrzeugelektronik
wieder schlafen legt und der Akku seine Ruhespannung
erreicht und das Messergebnis dann nicht mehr
verfälscht wird. Ebenso darf das Fahrzeug nicht
entriegelt (aufgeschlossen) werden, da sonst die
Elektronik wieder aufwacht und den Akku belastet
und die Spannung wieder sinkt.

Ansonsten zeigt die Anleitung noch eine Farbzuordnung
zur Spannung, die aber wohl leider nicht für alle
Akku Typen Gültigkeit hat, dazu später mehr.

Der Anschluss des Sensors ist recht einfach und
erfolgt über Gabelschuhe an Plus und Minus am Akku.

Und weil so schön dabei steht: "Verpolungssicher"
haben wir das gleich mal unabsichtlich getestet.
Ja, man merkt auch gleich das man einen Fehler macht,
denn es funkte ein wenig beim falschen anklemmen.
Das sollte man daher wohl nicht zu lange so belassen ;-)

Verpolungssicher auf kurze Zeit haben wir damit erfolgreich getestet.  :freude:



Nach dem Anschluß an den Akku kommt die APP dran.
Über den Link bei Keckeisen findet man die richtige APP
im Playstore sofort und nach der Installation und Start
sieht man folgendes Bild in dem die App den oder die
Sensoren (bei uns zwei) bereits gefunden hat.

Wenn dies nicht der Fall sein sollte schaut
mal auf Punkt 1 im folgenden Bild.

  Erläuterungen:
  • Refresh mit neuer Suche
    nach Sensoren.

  • Farbfeld das anzeigt in welcher
    Kondition der Akku ist. Gleichzeitig
    auch der Weg um zur Einzelansicht
    des Sensors zu kommen.

  • Bei sehr vielen Sensoren kann
    hier gezielt gesucht werden.

  • Beachrichtigungseinstellungen

  • Filterfunktion

  • Senden der Messwerte per Email.
    ACHTUNG, der Versand läuft über einen
    Email Server von Battery-Guard.
    Bitte den Datenschutz beachten.

Filterfunktion mit der man bei vielen Sensoren
die Liste nach bestimmten Kriterien filtern kann.


Die Einzelansicht startet mit dem Volt-Tacho.

Unten findet sich das Menü über das man
zwischen dem Volt-Tacho, der periodischen
Ansicht und der "Edit" Funktion mit der man
den Sensor umbenennen und den Akkytyp
zwischen 6/12/24 Volt einstellen oder
dem Sensor ein Bild zuweisen kann.


Periodische Ansicht eines Sensors.


Schneller Wechsel zwischen den Sensoren mit 1:



Benachrichtigungseinstellungen:


Email Versand:


Hier sieht man den den jeweiligen Verbindungsstatus.
Je nachdem wie weit man sich vom Sensor entfernt
entfernt befindet oder wie versteckt dieser eingebaut ist
wird mal der eine mal der andere Sensor nicht mehr angezeigt.
 

Die von uns ermittelte Reichweite bei nicht abgeschottetem
Sensor lag bei ca. 4-6 Metern, mit ein paar Hindernissen wie
Tisch Stühle, ohne Hindernisse sind es vielleicht etwas mehr.
Aber wenn die Sensoren in einem Auto, ganz schlimm wenn
im Motorraum, verbaut werden wird man vermutlich nicht
mehr auf 4 Meter kommen.
Dazu stehen aber noch weitere Tests aus.

Unklar ist uns auch noch in welchem Abstand die Messungen
von der APP für die Historie protokolliert werden.
Wir haben auf einem Info Blatt eine Angabe
von 10 Messwerten pro Tag gefunden.

Ob es dabei reicht das die APP im Hintergrund ist oder ob man
diese dafür aktiv haben muss,etc. ist uns noch nicht bekannt.
Unser Beispiel hat bis jetzt 2 Messungen bei einem Sensor
mit einem Abstand von ca. 6 Stunden ergeben.
Beim zweiten Sensor gibt es noch keine zweite protokollierte Messung.

Auch lassen sich die Einzelwerte der Messungen vielleicht nur über
einen Email Export konkret anschauen. In der App liegen die zwei
Messpunkte so nah zusammen das man den zweiten nicht antippen
kann, da nach dem ersten Fingertip ein weißer, halbdurchsichtiger
Kreis erscheint in dem der Wert angezeigt wird und der Kreis leider
den anderen Messpunkt überdeckt weshalb man so nicht wirklich
erkennen kann ob es jetzt zwei Messpunkte mit dem gleichen
Wert sind oder der Tip erst garnicht funktioniert.
Es gelang uns einmal den rechten Messpunkt auszuwählen und danach
den Linken, aber zurück zum rechten kamen wir dann nicht mehr.
Auch überdeckt der als weiße Punkt (solid) dargestellte Messpunkt
einen Teil der Zahl was es unmöglich macht diesen ganz zu lesen.

Kommen wir zur bereits eingangs erwähnten
Farb Zuordnung zu den Spannungswerten.

Leider gibt es hier nur eine feste Zuordnung,
die, wie man in anderen Apps gleicher Art
sehen kann wohl mehr für normale
Nass-Zellen Akkus passend sein dürfte.

Andere Apps ermöglichen hier eine Zuordnung
passend zu z.B. zu Nass/AGM Akku Typen.

Insofern muss man wenn man z.B. einen AGM Akku
hat ein wenig auf die angezeigte Spannung achten,
vor allem dann wenn sich der Tachozeiger im unteren
gelben Bereich befindet.

Vermutlich werde einige Nutzer die Exportfunktion per
Email über einen Server des Herstellers nicht gut finden.
Selbst wenn man um die Messwerte an sich kein vielleicht
noch kein Faß aufmachen möchte, geht dabei leider auch
die Empfänger Email Adresse an den von der APP dafür
genutzten Server.
Hier muss man unnötig vertrauen und
es wird leider auch nicht darüber informiert das hierbei nicht
über die eigene Mail App auf dem Smartphone gesendet wird
sondern über einen fremden Mailserver.
Spätestens wenn man nicht an die eigene Email Adresse sendet,
könnte es hier eventuell zu einem Datenschutzproblem kommen.
Auch könnte es vielleicht sein das die Daten zuerst per FTP
an einen Server übertragen werden und erst dann von dort aus
per Email versendet werden. Ob auf dem Weg zwischen APP
und Server eine Verschlüsselung verwendet wird haben wir
noch nicht ermitteln können. Sollte hier die Email Adresse
über eine ungesicherte FTP Verbindung übertragen werden,
könnte jeder die Mail Adresse im Netzwerk mitlesen.

Bis auf den kleinen Punkt bei der Messwerthistorie sind
die letzten beiden Punkte (Email/Akkytyp) bis jetzt
die einzigen Kritikpunkte die wir feststellen konnten.
Wo es bei anderen gerne mal hapert ist die Verbindung der
Sensoren mit dem Smartphone. Hier gelang die Verbindung zu
einem Honor Smartphone mit Android 9 sofort und ohne Probleme.


Ebenso wenn man außerhalb der Reichweite war wurde
nach Verringerung der Entfernung und Tip auf Refresh
(siehe Pos. 1. 1m Menü Erklärbild) jeder Sensor sofort
und ohne Problem erkannt und verbunden,

So scheint der Sensor auf den ersten Kurzblick für den
Anschaffungspreis von 20-22 Euro wohl keine schlechte
Wahl zu sein, da er das was er tun soll auch sauber erledigt.

Jetzt muss er in der Praxis zeigen ob er dem Kurztest gerecht
wird und vor allem wie gut er mit dem Einbau im Auto/Boot
bzgl. Reichweite, Stromverbrauch daherkommt und ob er auch
wirklich langlebig ist und unter Rauhen Bedingungen lange hält.

Wir halten euch auf dem laufenden, wenn es etwas neues gibt.

Alle Angaben ohne Gewähr.
TACKLE FEVER Forum

Offline Delight

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Der Panther iQRanger - Batteriewächter ist montiert,
hängt nun seit etwa 2 Wochen am 192ah Akku.

Folgendes kann ich berichten:

Ausgepackt, begutachtet, sieht alles sauber verarbeitet aus.
Also angeschlossen, äh... das geht ja gar nicht.
Die Ösen an den etwa 2 x 25 cm langen Kabeln sind
nur für Schrauben  bis zu 6mm Durchmesser geeignet.
Also die Dinger abgekniffen, 8,50 mm Ösen rangequetschelt,
brav Schrumpfschlauf drüber gezogen
(ansonsten hätte Stöpsel Randale gemacht :wink:) - und ran an den Akku.

Zuvor wurde die IQ - Ranger App per GP runtergeladen,
sie konnte ohne Prob´s installiert werden. Beim aufrufen
der App mit eingeschalteten Bluetooth wurde der kleine
Helfer sofort gefunden. Die Verbindung bleibt bis etwa
5 Meter mit der im Boot verbauten Akkus erhalten.

Diese Entfernung wird zum messen wohl für die meisten
Angelboote reichen. Schön ist, dass die App bzw. das
Gerät den Battierietyp und die Spannung selbst erkannt.

Dem Akku kann man eine Bezeichnung nach eigener Wahl
geben, wie z.B. 192ah AGM, oder Blaubeerpfannekuchen :D

Nach dem ich das Ladegerät für 3 Tage mal abgenommen
habe um den Verbrauch zu testen, waren von 13,60 V
nur noch 13,00 V vorhanden. Dazu muß ich sagen, das
der erste Wert kurz nach dem abklemmen des C-Tek´s
gemessen wurde.

Was mir nicht so gut an der IQ Ranger gefällt ist, dass nur
eine Stelle hinter dem Komma angezeigt wird. Messen kann
man immer, der aktuelle Wert wird ausgelesen, jedoch nur
der erste des Tages abgespeichert.

Alles in allem aber gefällt mir das kleine Gerät.

Endlich weiss ich wie´s meine Akku geht und wie lange ich
noch auf dem Wasser mit meinen E-Mixern bleiben kann.

Von mir ne´ klare Kaufempfehlung.

https://www.panther-batterien.de/iqranger.html




 

Offline Luke

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Klasse. :freude:

Ich kann für den Battery Guard sagen
das Ding funktioniert auch ganz gut.

Innerhalb eines Monats ist der Stand am
Akku2 normaler Starter Akku Nass
von 12,725 auf 12,541 runter gegangen.
Das dürft wohl im grünen Bereich sein
und der Selbstentladung entsprechen.

Für Akku1, ein Effekta AGM, hatte ich:
25.08. 13,762
09.09. 12,787
25.09. 11,686

Die 13,762 waren direkt nach dem abklemmen
des Ladegerätes, aber dennoch scheint dieser
AKKU nach "10 Jahren" nun an sein Ende
gekommen zu sein, denn auch in der zweiten hälfte,
ca. 1 Volt Selbstentladung in 14 Tagen spricht für sich.
Und das Ladegerät geht auch sehr schnell nach dem
anklemmen wieder auf Erhaltungsladung.
Sollte da der Guard keinen Macken haben und
der Akku garnicht so weit entladen gewesen sein,
spricht das für einen maroden Akku.
Das teste ich aber auch nochmal quer,
habe leider nicht daran gedacht vorher
mit einem Multimeter nachzumessen.
Aber er fungiert ja seit einigen Jahren eh nur noch als
Pufferakku beim testen von Echoloten, also macht das
nichts, zumal er ja eh permanent am Ladegerät hängt.

Was mich sehr freut ist, wenn ich Akku2 anschaue
scheint der Wächter tatsächlich so gut wie keinen
nennenswerten Verbrauch zu haben.

Negativ finde ich das die APP nur dann Werte abfragt wenn sie aktiv ist.
Obwohl ich das Smartphone immer wieder in Reichweite hatte,
wurden nur dann Werte gespeichert wenn ich die APP aufgemacht habe.
Grüße
Luke

Offline Delight

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Der Battery Guard speichert ggf. auch mehrmals am Tag Luke?

Offline Luke

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Ahh, Guter Punkt, hatte ich vergessen zu erwähnen.

Ja er speichert mehrere Punkte pro Tag,
aber auch "nicht immer" wenn man die App startet.

....ohne Gewähr, meine ich alle 6 Stunden als Periode erkannt zu haben.

Ich habe Tage mit zwei Messungen, aber nur sehr wenige,
obwohl ich die App an machen Tagen auch mehrmals gestartet habe.
Und es gibt Tage an denen habe ich keine Messung, obwohl die APP aktiv war.

Was mich beim IQRanger noch interessiert ist der Punkt,
lass den doch mal nen Monat am Akku ohne den Akku auf Erhaltung zu laden.
Damit man sieht wie stark der Akku dann runter geht.
Und dann zum Vergleich mal den Akku ohne Erhaltungsladung und
ohne IQRanger dran für einen Monat um zu sehen ob er dann weniger runter geht.

Zuvor natürlich immer voll geladen den test starten.
Dann würde man ein wenig erkennen wie der Unterschied Selbstentladung mit/ohne Wächter ist.



Und hattest du nicht auch noch einen Battery Guard gekauft?

Grüße
Luke

Offline Delight

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Der IQ Ranger hängt nun seit über 4 Wochen ohne Ladegerät an dem 192Akku:

Mit einer Startspannung von 13,3 V ist die Kurve über 6 Tage auf 12,8 V runtergangen. Seitdem bleibt die Spannung unverändert auf 12,8 Volt stehen.

Was mir nicht so gut an dem IQ gefällt ist, dass der Zehntel Volt Bereich nicht messbar ist. Um die Daten zu sehen, also die aufgezeichneten, muss man stets zum Akku und neu verbinden. Sicherlich kein Beinbruch, anders wäre aber schön :-).

Offline Luke

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Zum Batteryguard.

Akku1 habe ich ja permanent am Ladegerät,
da er nicht mehr so fit ist und ich ihn nur
noch als quasi Puffer nehme, für die Tests
von Geräten und falls mit dem Ladegerät
etwas sein sollte bei einem Firmwareupdate.


Akku2
25.08 12,725V
25.09 12,541V
20.11 12,245V

Sieht normal aus und der Batteryguard
scheint wirklich sehr sparsam zu sein.
Grüße
Luke