Das BSH stellt seit Dezember 2025 Tiefendaten im Raster 10 x 10 m zur Verfügung. Dies stellt eine deutliche Verbesserung zu den vorher üblichen 50 x 50 m Daten dar. Für die Ostsee ist der Download hier möglich:
https://gdi.bsh.de/de/feed/Digital-Terain-Model-of-the-Baltic-Sea-10-m.xmlDie Daten können von Nutzern mit einem gewissen Verständnis von GIS genutzt werden, um daraus Tiefenkarten zu erstellen,
die jedoch nicht für eine Navigation offiziell zulässig sind. Die Bilder 1 und 2 zeigen die Daten im Überblich visualisiert in QGIS.
Des Weiteren werden hier:
https://svdb-portal.bsh.de/svdb-portal/viewer/index.html Fächerecholotdaten ("Sidescan") zum Download angeboten, die 1 x1 m oder weniger Auflösung haben. Bild 3 zeigt die verfügbaren Bereiche nach derzeitigem Stand.
Aus allen diesen Daten kann man sich eigene Tiefenkarten erstellen, diese ggf. mit eigenen Daten mischen. Das geht auch in Reefmaster und vor allem dort recht einfach. Allerdings sind Voraussetzung erforderlich:
- Die Rasterdaten aus den Downloads können in Punktdaten (z. B. CSV-Dateien) umgewandelt und dann weiter verarbeitet werden (Interpolation, z. B. Erzeugung von Tiefenflächen und Tiefenlinien). CSV-Dateien sind sehr einfach in RM einzulesen, allerdings ist auch hier die Fläche der zu erzeugenden Karten begrenzt, das Projekt für die gesamte Ostseeküste müßte wie im Forum an anderer Stelle beschrieben, aufgeteilt werden.
- Die Datenmenge ist erheblich (mehrere zig Millionen Datenpunkte), sodass man die Daten nur mit extrem leistungsfähigen Computern in einem Stück verarbeiten kann. Daher sollten die Daten sinnvollerweise aufgeteilt werden
- Das beste Ergebnis erzielt man mit dem Ersetzen der 10 x 10 m Raster an den entsprechenden Stellen mit den Fächerecholotdaten, was wiederum noch anspruchsvoller ist.