Autor Thema: Elite 7 HDI Störungen  (Gelesen 5187 mal)

Offline Helios

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Elite 7 HDI Störungen
« am: 12 Juli 2015, 13:32:26 »
Hallo Mädels,

habe seit etwas längerer Zeit ja das 7er HDI und verzweifle immer an einem See.

Dieser See gibt mir im Winter ab 7meter bis zum boden durchgänig Griesel und im Sommer
exakt ab 4m das selbe bis zum Boden durchgängig.

Rudere ich in den 3,5m Bereich ist es weg ... rudere ich in tiefen von 4m .. fängt es wieder an ... bis zu 16m runter nur
Griesel und absolut Paralell zur Wasseroberfläche also kerzengerade!

Sprungschicht ... dachte ich mir ... aber 12m lange Sprungschicht ? ...................

Ich weiß nicht mehr weiter was das noch sein soll ... hat irgendwer von euch eine Idee ?

Bild habe ich jetzt leider nicht ... !

Gruß,
Heiko
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Offline Hubert

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Re: Elite 7 HDI Störungen
« Antwort #1 am: 12 Juli 2015, 14:23:57 »
Zum einen: wenn du eine UW-Kamera (GoPro, Waterwolf) auftreibst, kannst dir das selber mal ansehen.

Bei einem See in meiner Nähe ist ab etwa 12 m ein totaler 'Schlatz', weil es unter dieser Tiefe keine Umwälzung mehr gibt. Das sieht man auf dem Echolot und Taucher sagen, dass man unter dieser Tiefe nur noch wenige cm sieht und dass man diesen Schlatz auch spürt.

Gruß vom Chiemsee ;)
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Offline Luke

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Re: Elite 7 HDI Störungen
« Antwort #2 am: 12 Juli 2015, 16:33:06 »
Wenn es der S. Weiher ist dann kann das gut sein, da er meines Kenntnisstandes,
im Vergleich zu seiner Tiefe recht flach und nur von einer Seite angeströmt,
aber ständig mit organischem gefüllt wird ?
Grüße
Luke

Offline Helios

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Re: Elite 7 HDI Störungen
« Antwort #3 am: 12 Juli 2015, 21:27:30 »
Genau Andreas mein S. Weiher ...!

Nur dort habe ich dieses Phänomen ... !

Was kann ich denn tun um dennoch Fischsignale zu bekommen ?

Gruß,
Heiko
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Offline Luke

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Re: Elite 7 HDI Störungen
« Antwort #4 am: 12 Juli 2015, 22:43:07 »
Wenn es tatsächlich so ist wie Hubert sagt nicht sehr viel.
Wenn das Lot 12 Meter sagt und wirklich nur die Schicht ab Meter X nach unten nichts gescheites mehr anzeigt,
nur schauen ob man mit Empfindlichkeit,.. Einstellungen etwas verbessern kann.
Also konzentriert an allen möglichen Einstellungen herum schrauben ob man ein Setup findet das etwas bessere Bilder liefert.
Unter anderem auch mal auf Salzwasser Einstellung und drumherum probieren.

Aber der Punkt ist einfach, wenn der Schlatz da ist, dann wird eben so viel Signal reflektiert das eine Fisch Erkennung schwer bis unmöglich wird.
Ich weiß nicht ob dir da Chirp etwas bringen kann, wenn du die Frequenz einzel einstellen könntest.

Sonst evtl. einen anderen Hersteller probieren, sprich einen Bekannten mit z.B. einem Garmin oder anderem Gerät bitten
bei gleichen Bedingungen mal zu schauen ob dessen Gerät besser damit klar kommt.

Leider fehlen mir selbst praktische Erfahrungen mit solch einer Situation.
Grüße
Luke

Offline Hubert

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Re: Elite 7 HDI Störungen
« Antwort #5 am: 12 Juli 2015, 22:55:58 »
Bei dem See, von wo meine Bilder stammen, kann man sich die weiteren Experimente sparen, diese Schicht zu durchdringen. Dieser Schlatz ist sauerstofffrei, da gibt es fischereilich unter 12 m nix zu holen und da werden auch keine Fische angezeigt, weil die Fische nicht tiefer gehen (können).

Gruß vom Chiemsee ;)
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Offline Luke

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Re: Elite 7 HDI Störungen
« Antwort #6 am: 12 Juli 2015, 22:59:33 »
Das gleiche wird auch von dem See um den es bei helios geht so berichtet,
...Sauerstoffarm bis tot und er wird von einigen immer wieder generell als totes Fischleeres Gewässer dargestellt.

Aber helios hat da schon einige Große gefangen.
Ich weiß nur nicht in welchen Tiefen usw. und ich war selbst auch noch nicht dort,
kenne es nur von seinen Beschreibungen und denen der anderen.
Grüße
Luke

Offline Helios

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Re: Elite 7 HDI Störungen
« Antwort #7 am: 13 Juli 2015, 06:06:14 »
Vielleicht alles die letzten noch lebenden Muttis :D
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Offline Helios

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Re: Elite 7 HDI Störungen
« Antwort #8 am: 13 Juli 2015, 08:19:52 »
Mal Spaß beiseite...!

Das was Ihr beschreibt kann sehr gut sein,
diesen Winter hat mir ein älterer Vereinskollege der ganz gerne mal ein Fischlein schwimmen lässt erzählt,
dass sein Fischlein nur kurze Zeit in der Tiefe aushält und recht schnell verendet.

Das einzige was ich im richtig tiefen Schlatz gefangen habe sind Welse...... kommen die mit weniger Sauerstoff klar ?
Sind Brassen ect. auch eher Tiere die mit weniger Sauerstoff klarkommen ?

Hecht/Barsch/Zander alles auf 4-5m ... hmm !

Die Sache wird interessant und macht mich irgendwie traurig da ich den See ja seit ettlichen Jahren immer wieder erfolgreich befische.

Kann ein See durch soetwas umgehen ? Scheint ja kurz davor zu stehen wenn wir nurnoch 4m Sauerstoffreiches Wasser haben.

Hier ein kleiner Auszug von http://www.tiere-online.de/fische/anatomie-und-physiologie/atmung/ :

Einige Fische verfügen deshalb über eine besondere Atmung. Der Wels beispielsweise hat im Laufe seiner Evolution die sogenannte Darmatmung entwickelt. Mithilfe dieser Atmung ist es dem Wels möglich, Sauerstoff nicht allein durch die Kiemen aufzunehmen; der Wels kann Luft an der Wasseroberfläche schlucken. Diese gelangt in den Darm, der sehr stark durchblutet wird. Durch diesen speziellen Darm kann er zusätzlich Sauerstoff aufnehmen. Während längerer Hitzeperioden kann er so leichter auch in sauerstoffarmem Wasser überleben.
Nitro LX 700 BassBoat

Offline fjordfischer

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Re: Elite 7 HDI Störungen
« Antwort #9 am: 13 Juli 2015, 09:35:46 »
Machen wir mal ein bißchen Theorie (abgesichert durch viele Gewässeruntersuchungen):

In Mitteleuropa sind alle kleineren Seen ab 5 m und alle größeren ab etwa 8 m Wassertiefe zweimal im Jahr stabil beschichtet. Stabil heißt, dass eine echte Temperaturschichtung besteht, die einen Austausch der Wasserschichten, oben warm und unten kalt, weitgehend verhindert. Es gibt quasi nur einen Weg - Absinken von oben nach unten für alles was schwerer als Wasser aber weitgehend eigenunbeweglich ist.
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Von den beiden Schichtungsphasen ist vor allem die im Sommer möglicherweise problematisch. Die Winterschichtung kann auch ein Problem werden, allerdings sind schneebedeckte Eisflächen viel gefährlicher.
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Die Sommerschichtung ist deswegen relevant, weil im Tiefenbereich wegen der niedrigen Temperaturen wenig Primärproduktion stattfindet.
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Je nach Nährstoffgehalt setzen in der Tiefenschicht zudem Zehrungsprozesse ein, die zu Sauerstoffmangel führen können bis hin zu toxischen Schwefelwasserstoffkonzentrationen. Wer in letzter Wasserschicht angelt, dem rosten regelrecht die Haken an, sofern nicht aus Edelstahl gefertigt. Fische meiden generell Zonen geringen Sauerstoffs, wenn sie können.
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Bei hohen Nährstoffgehalten kann es aber auch in der oberen, warmen Zone zu Sauerstoffmangel kommen. Es gibt Gewässer, bei denen nur der obere Meter der Wassersäule Fischleben auf der Basis ausreichenden Sauerstoffgehaltes ermöglicht. Die Fische finden sich dann oberflächennah oder nur im Gelege. Solche Gewässer sind zudem meist dadurch geprägt, dass der Sauerstoffgehalt nachts sehr stark absinkt, tagsüber aber völlig in Ordnung erscheint. Am kritischsten ist meist der August.
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Es geht aber noch extremer. Es gibt Gewässer, die so niedrige Sauerstoffgehalte haben, dass lt. Lehrbuch nur noch ganz wenige Arten da sein dürften. Klassisch sind Schleie und Karausche mit besonders hoher Sauerstoffmangeltoleranz (Gruppe der Karpfenartigen, ebenso Welse). Wenn Fische aber ausreichend Zeit haben, passen sie sich durchaus an. Selbst Fisch mit hohem Sauerstoffbedarf (Beispiel Barschartige) finden sich dann erstaunlicherweise immer noch. Haben Fische keine Anpassungszeit (gemeint sind Monate, Jahre), dann kann es so weit kommen, dass nur ganz wenige Arten überleben und sämtliche Raubfische wegsterben. Das alle Fische jedoch wegen Sauerstoffmangel sterben, ist sehr ungewöhnlich und deutet eher auf zusätzliche Faktoren hin (Giftstoffe ?).

Gerade im Sommer finden sich auch hohe pH-Werte, die durchaus zum Problem werden können.

Sehr selten, aber immerhin findet man im Binnenland Gewässer mit hohen Salzgehalten oder extrem tiefen pH-Werten. Auch dort finden sich charakteristische Verschiebungen im Artenspektrum, aber eben anders als bei Sauerstoffproblemen.
   
Gewässer mit sehr hohen Nährstoffgehalten (Fachbezeichnung polytroph, hypertroh) können hohe Gehalte an trübenden Partikeln enthalten. Diese zerstreuen Schallwellen und sorgen dafür, dass man erhebliche Schwierigkeiten hat, sein Echolot zu benutzen. Wie Luke schon richtig darstellte, muss man versuchen, Einstellungen zu finden, die sinnvoll sind. Man sollte dann froh sein, den Grund zu finden, Fischerkennung ist eher ein Bonus, der auch nicht immer klappt.